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InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:0290-opus-967
URL: http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte//2005/96/
Die Zufälligkeit von Einzelgeschenken aus der Sicht einer systematischen Erwerbungspolitik
Gifts - Chance or Disturbance within systematic Acquisition?
Babendreier, Jürgen
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (46 KB)
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SWD-Schlagwörter:
Erwerbung , Bibliothek
Freie Schlagwörter (Deutsch):
Bibliothek, Erwerbung, Geschenke
Tagung / Institut:
94. Deutscher Bibliothekartag
DDC-Sachgruppe:
Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Dokumentart:
InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.)
Sprache:
Deutsch
Erstellungsjahr:
2005
Publikationsdatum:
29.03.2005
Kurzfassung auf Deutsch:
In einer durchökonomisierten Welt, in der jeder gehalten ist, ein homo oeconomicus zu sein und ausschließlich nach dem Rationalprinzip zu handeln, gelten zwar unter Bibliothekaren Geschenke immer noch als eine von insgesamt vier möglichen Erwerbungsarten ihre Vereinnahmung gehorcht aber offenbar nicht (mehr?) dem sogenannten Erwerbsprinzip. Wie Tausch zu den archaischen Formen wirtschaftlichen Handelns gehörend, kosten, so der Verdacht, ohne Geldeinsatz auf Naturalbasis betriebene Geschenkbeziehungen mehr als der allein mit monetären Mitteln betriebene Bestandsaufbau per Kauf. Geschenke sind, mikroökonomisch gesehen, zu teuer. Und dies gilt um so mehr, je zufälliger, sprich irrationaler die Geschenke eintreffen und je systematischer umgekehrt das Erwerbungsverhalten angelegt ist.
Zu fragen aber wäre, ob denn Bibliotheken noch ihre Funktion erfüllen, wenn sie nicht mehr auch von Bibliothekaren, sondern nur noch von homines oeconomici verwaltet werden. Zu fragen wäre, ob es sich bei der im Titel vorgegebenen systematischen Erwerbungspolitik nicht nur um ein hehres Postulat ohne Realitätsgehalt handelt. Zu fragen wäre, ob denn allein eine systematische Erwerbungspolitik der Wissenschaft diejenigen Inhalte bereit zu stellen vermag, deren sie zu ihrem eigenen Fortschritt bedarf, ist doch gerade dieser Fortschritt bekanntlich nicht allein durch systematisches, sondern gerade auch durch zufälliges Vorgehen induziert.
