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Proceedings (Komplette Ausgabe einer Konferenz etc.) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:0290-opus-12732
URL: http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte//2012/1273/
Peer-Review-Verfahren zur Qualitätssicherung von Open-Access-Zeitschriften - Systematische Klassifikation und empirische Untersuchung
Peer Review Processes for Quality Assurance of Open Access Journals - A Methododical Classification and an Empirical Analysis
Müller, Uwe
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (509 KB)
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SWD-Schlagwörter:
Open Access , Elektronisches Publizieren , Online-Befragung
Freie Schlagwörter (Deutsch):
Peer Review , Publikationsprozess
Freie Schlagwörter (Englisch):
Peer Review , Publication Process
Tagung / Institut:
99. Deutscher Bibliothekartag
DDC-Sachgruppe:
Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Dokumentart:
Proceedings (Komplette Ausgabe einer Konferenz etc.)
Sprache:
Deutsch
Erstellungsjahr:
2010
Publikationsdatum:
11.06.2012
Kurzfassung auf Deutsch:
Die Zuschreibung wissenschaftlicher Qualität zu Veröffentlichungen ist klassischerweise eng mit Begutachtungsprozessen verbunden, mit deren Durchführung im Vorfeld der eigentlichen Publikation ein Mindestmaß an Qualität gesichert werden soll. Auch wenn diese so genanten Peer-Review-Verfahren seit Jahrzehnten Gegenstand teils grundsätzlicher Kritik sind, bildet dieser Ansatz in den Augen der meisten Wissenschaftler noch immer das Mittel der Wahl für eine effektive Qualitätssicherung. Er ist vor allem für wissenschaftliche Zeitschriften etabliert, seine konkrete Ausgestaltung trägt erheblich zum Renommee der jeweiligen Publikation bei. Währenddessen stehen die stets an Bedeutung gewinnenden Open-Access-Zeitschriften unter dem Verdacht, geringere Qualitätsmaßstäbe anzusetzen und Artikel zu publizieren, die zuvor keine oder eine weniger strenge Kontrolle durchlaufen haben.
Der Beitrag stellt eine umfassende Studie vor, in der die Peer-Review-Verfahren von weltweit mehr als 1.200 wissenschaftlichen Open-Access-Zeitschriften untersucht und miteinander verglichen wurden. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die meisten Open-Access-Zeitschriften tatsächlich Peer-Review-Verfahren einsetzen, und legen außerdem nahe, dass eine große Bandbreite unterschiedlicher Verfahren und Eigenschaften von Peer Review existieren – etwa die gegenseitige Anonymität von Autoren und Gutachtern, der Informationsfluss, das Verfahren zur Auswahl der Gutachter und formale Regelungen in Bezug auf mögliche Interessenkonflikte. Dabei hängt das Aussehen eines konkreten Peer-Review-Verfahrens wesentlich von dem Wissenschaftsgebiet und der Art des Verlegers der betreffenden Zeitschrift ab. Die Studie zeichnet ein vielfältiges Bild und zeigt, dass die wissenschaftliche Qualität der veröffentlichten Beiträge insbesondere auch für Open-Access-Zeitschriften ein bestimmendes Thema ist.
