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Schneider, Wolfgang

Die Herzenswunde Gottes: die Theologie des durchbohrten Herzens Jesu als Zugang zu einer spirituellen Theodizeefrage


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SWD-Schlagwörter: Herz-Jesu-Verehrung , Theodizee , Christologie , Exerzitien , Rahner, Karl
Freie Schlagwörter (Deutsch): Herz-Jesu-Theologie , Theodizeefrage , ignatiansiche Exerzitien
Freie Schlagwörter (Englisch): devotion of the sacred heart , suffering , Rahner, Karl , spirituality
Beteiligte Einrichtung: Sonstiger Autor der Katholisch-Theologischen Fakultät
Fakultät: Katholisch-Theologische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Theologie, Christentum
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Fonk, Peter (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.11.2007
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 14.01.2008
Kurzfassung auf Deutsch: Die Frage nach dem Warum und Wozu des Leidens (Theodizeefrage) rüttelt an den Grundfesten des christlichen Glaubens. In dieser Studie wird der Versuch gemacht, die Theologie des Herzens Jesu daraufhin zu befragen, ob sie dem modernen Menschen helfen kann, sich eine Tür zum Glauben und zur Hoffnung offenzuhalten.
Im Anschluss an das 1. Kapitel, in dem systematische und methodologische Fragen einer Theologie der Spiritualität diskutiert werden, folgen zwei umfangreiche Kapitel, die das Material zur Theodizeefrage bzw. zur Herz-Jesu-Theologie so aufarbeiten, dass daraus ein systematischer Entwurf einer spirituellen Theodizeefrage des durchbohrten Herzens Jesu Christi konzipiert werden kann.
Das 2. Kapitel beschäftigt sich mit Begriff und Geschichte der Theodizeefrage soweit, dass ihre Grundfragen und die damit verbundenen Problemstellungen ansichtig werden. Insbesondere Zeugnisse der Literatur belegen eine Verschärfung der Theodizeefrage im 20. Jahrhundert. Am Ende des Kapitels stehen Kriterien für eine spirituelle Theodizeefrage bereit, die als verantwortbare Alternative zu praktischer und theoretischer Theodizee angeboten wird.
Das 3. Kapitel stellt theologie- und geistesgeschichtliche sowie systematische Daten bereit, die als Grundlegung für eine Herz-Jesu-Theologie dienen, aus welcher dann eine spirituelle Theodizeefrage des durchbohrten Herzens entworfen wird. Ein Durchgang durch die Geschichte zeigt den Reichtum wie auch die Problematik der Herz-Jesu-Theologie. Weil das Symbol Herz ständigem Wandel und steter Gefährdung ausgesetzt ist, muss nach der bleibenden und aktualisierbaren Bedeutung dieses Ursymbols geforscht werden. Ein Blick über die Grenzen der eigenen Wissenschaft hinaus auf Literatur und Kunst soll die Relevanz des Symbols Herz für heute erweisen. Die theologische Reflexion auf die biblischen Grundlagen, auf den theologischen Begriff des Schauens sowie auf die systematischen Voraussetzungen und Implikationen schreiten das Feld der Herz-Jesu-Theologie ab, um formal wie material sachgerecht den Entwurf einer spirituellen Theodizeefrage vorzubereiten. Ein eigenes Unterkapitel beschäftigt sich mit dem Beitrag von Karl Rahner SJ zur Herz-Jesu-Theologie, der Wesentliches für ein anthropologisches, symboltheologisches und theologisch-spirituelles Fundament beigetragen hat.
Im 4. Kapitel wird aus dem erarbeiteten Material eine spirituelle Theodizeefrage des durchbohrten Herzens Jesu Christi entworfen, die der Struktur bzw. den Kriterien genügt, die im 2. Kapitel erarbeitet wurden. Da sowohl Herz-Jesu-Theologie als auch spirituelle Theodizeefrage nach existentiellem Vollzug rufen, bietet Kapitel 4 nach den systematischen Erwägungen auch einen Entwurf einer entsprechenden Spiritualität. Besonders bedacht werden die ignatianische Spiritualität und die ignatianischen Exerzitien als Orte der Einübung. In allem geht es um eine Tiefergründung des persönlichen Glaubens und die Frage nach der dem Einzelnen und der Kirche aufgegebenen Berufung, die dem Grundsatz des Johannes-Evangeliums entspricht: „Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht.“ (Joh 3,21)
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URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:739-opus-7715
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