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Hinweis zum Urheberrecht
Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:bvb:20-opus-23618
URL: http://www.opus-bayern.de/uni-wuerzburg/volltexte/2007/2361/
Neuronale Synchronisation und Kryptographie
Ruttor, Andreas
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (912 KB)
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Freie Schlagwörter (Deutsch):
Neuronale Netze , Synchronisation , Kryptographie , Statistische Physik , Nichtlineare Dynamik
Freie Schlagwörter (Englisch):
neural networks , synchronization , cryptography , statistical physics , nonlinear dynamics
PACS - Klassifikation:
05.40.Fb , 05.45.Xt , 89.70.+c , 87.18.Sn , 84.35.+i
Institut:
Institut für Theoretische Physik und Astrophysik
Fakultät:
Fakultät für Physik und Astronomie
DDC-Sachgruppe:
Physik
Dokumentart:
Dissertation
Erstgutachter:
Kinzel, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache:
Englisch
Tag der mündlichen Prüfung:
18.05.2007
Erstellungsjahr:
2006
Publikationsdatum:
23.07.2007
Kurzfassung auf Englisch:
Neural networks can synchronize by learning from each other. For that
purpose they receive common inputs and exchange their outputs.
Adjusting discrete weights according to a suitable learning rule then
leads to full synchronization in a finite number of steps. It is also
possible to train additional neural networks by using the inputs and
outputs generated during this process as examples. Several algorithms
for both tasks are presented and analyzed.
In the case of Tree Parity Machines the dynamics of both processes is
driven by attractive and repulsive stochastic forces. Thus it can be
described well by models based on random walks, which represent either
the weights themselves or order parameters of their distribution.
However, synchronization is much faster than learning. This effect is
caused by different frequencies of attractive and repulsive steps, as
only neural networks interacting with each other are able to skip
unsuitable inputs. Scaling laws for the number of steps needed for
full synchronization and successful learning are derived using
analytical models. They indicate that the difference between both
processes can be controlled by changing the synaptic depth. In the
case of bidirectional interaction the synchronization time increases
proportional to the square of this parameter, but it grows
exponentially, if information is transmitted in one direction only.
Because of this effect neural synchronization can be used to construct
a cryptographic key-exchange protocol. Here the partners benefit from
mutual interaction, so that a passive attacker is usually unable to
learn the generated key in time. The success probabilities of
different attack methods are determined by numerical simulations and
scaling laws are derived from the data. If the synaptic depth is
increased, the complexity of a successful attack grows exponentially,
but there is only a polynomial increase of the effort needed to
generate a key. Therefore the partners can reach any desired level of
security by choosing suitable parameters. In addition, the entropy of
the weight distribution is used to determine the effective number of
keys, which are generated in different runs of the key-exchange
protocol using the same sequence of input vectors.
If the common random inputs are replaced with queries, synchronization
is possible, too. However, the partners have more control over the
difficulty of the key exchange and the attacks. Therefore they can
improve the security without increasing the average synchronization
time.
Kurzfassung auf Deutsch:
Neuronale Netze, die die gleichen Eingaben erhalten und ihre Ausgaben
austauschen, können voneinander lernen und auf diese Weise
synchronisieren. Wenn diskrete Gewichte und eine geeignete Lernregel
verwendet werden, kommt es in endlich vielen Schritten zur
vollständigen Synchronisation. Mit den dabei erzeugten Beispielen
lassen sich weitere neuronale Netze trainieren. Es werden mehrere
Algorithmen für beide Aufgaben vorgestellt und untersucht.
Attraktive und repulsive Zufallskräfte treiben bei Tree Parity
Machines sowohl den Synchronisationsvorgang als auch die Lernprozesse
an, so dass sich alle Abläufe gut durch Random-Walk-Modelle
beschreiben lassen. Dabei sind die Random Walks entweder die Gewichte
selbst oder Ordnungsparameter ihrer Verteilung. Allerdings sind
miteinander wechselwirkende neuronale Netze in der Lage, ungeeignete
Eingaben zu überspringen und so repulsive Schritte teilweise zu
vermeiden. Deshalb können Tree Parity Machines schneller
synchronisieren als lernen. Aus analytischen Modellen abgeleitete
Skalengesetze zeigen, dass der Unterschied zwischen beiden Vorgängen
von der synaptischen Tiefe abhängt. Wenn die beiden neuronalen Netze
sich gegenseitig beeinflussen können, steigt die Synchronisationszeit
nur proportional zu diesem Parameter an; sie wächst jedoch
exponentiell, sobald die Informationen nur in eine Richtung fließen.
Deswegen lässt sich mittels neuronaler Synchronisation ein
kryptographisches Schlüsselaustauschprotokoll realisieren. Da die
Partner sich gegenseitig beeinflussen, der Angreifer diese
Möglichkeit aber nicht hat, gelingt es ihm meistens nicht, den
erzeugten Schlüssel rechtzeitig zu finden. Die
Erfolgswahrscheinlichkeiten der verschiedenen Angriffe werden mittels
numerischer Simulationen bestimmt. Die dabei gefundenen Skalengesetze
zeigen, dass die Komplexität eines erfolgreichen Angriffs
exponentiell mit der synaptischen Tiefe ansteigt, aber der Aufwand
für den Schlüsselaustausch selbst nur polynomial anwächst. Somit
können die Partner jedes beliebige Sicherheitsniveau durch geeignete
Wahl der Parameter erreichen. Außerdem wird die effektive Zahl der
Schlüssel berechnet, die das Schlüsselaustauschprotokoll bei
vorgegebener Zeitreihe der Eingaben erzeugen kann.
Der neuronale Schlüsselaustausch funktioniert auch dann, wenn die
Zufallseingaben durch Queries ersetzt werden. Jedoch haben die
Partner in diesem Fall mehr Kontrolle über die Komplexität der
Synchronisation und der Angriffe. Deshalb gelingt es, die Sicherheit
zu verbessern, ohne den Aufwand zu erhöhen.