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InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:0290-opus-5125
URL: http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte//2008/512/


Bibliotheca Palatina - digital: Handschriftendigitalisierung an der Universitätsbibliothek Heidelberg

Effinger, Maria

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SWD-Schlagwörter: Heidelberg / Universitätsbibliothek , Heidelberg / Palatina , Handschrift , Digitalisierung
Tagung / Institut: 97. Deutscher Bibliothekartag
DDC-Sachgruppe: Bibliotheks- und Informationswissenschaft
Dokumentart: InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.)
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 05.06.2008
Kurzfassung auf Deutsch: In einem von der Manfred Lautenschläger Stiftung geförderten, ambitionierten Projekt wird derzeit an der Universitätsbibliothek Heidelberg der dort aufbewahrte Teil der „Bibliotheca Palatina“, einer der wertvollsten Sammlungen deutschsprachiger Handschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, vollständig digitalisiert und online verfügbar gemacht. Die Sammlung umfasst 848 Codices mit insgesamt ca. 270.000 Seiten und ca. 6.500 überwiegend bisher nicht erschlossenen Miniaturen.
Neben der Digitalisierung der vollständigen Handschriften werden zusätzlich die enthaltenen Illustrationen in der Bilddatenbank HeidICON erfasst und beschrieben und so eine Suche nach Schlagworten, ikonographischen Motiven, Autoren und Textgruppen ermöglicht.

Die Digitalisierung erfolgt in der hauseigenen Digitalisierungswerkstatt an zwei mit hochauflösenden Digitalkameras ausgestatteten Kameratischen „Grazer Modell“. Dieser in Graz speziell zur Digitalisierung von Handschriften entwickelte Kameratisch ermöglicht durch seine Konstruktion eine kontaktlose Direktdigitalisierung fragiler Objekte auf äußerst buchschonende Weise.
Projektbegleitend wird Forschungsliteratur zu den Beständen digitalisisiert und mit einer OCR-bastierten Volltextsuche angeboten.
In den letzten Monaten wurde das schon im Jahr 2001 entwickelte Verfahren bei der Digitalisierung und der Internetpräsentation grundsätzlich überarbeitet und sowohl in technischer als auch optischer Hinsicht auf den neuesten Stand gebracht.
Bei der Neukonzeption standen zwei Vorgaben im Vordergrund: Zum einen sollten bei der Umsetzung die derzeit gültigen Standards, die u.a. auch in der aktuellen Entwurfsfassung der "Praxisregeln im Förderprogramm Kulturelle Überlieferung" der DFG dokumentiert sind, eingehalten werden. Zum anderen sollte auch die optische Präsentation der digitalen Faksimile in eine modernere, stilistisch und ästhetisch attraktivere Form gebracht werden, was gleichzeitig eine Anpassung an das neue Corporate Design der Heidelberger Universität möglich machte.
Ziel der Neukonzeption war die Arbeit mit offenen Standards, um den wertvollen Handschriftenfundus gemäß den Prinzipien des Open Access der wissenschaftlichen Welt frei und nachhaltig zugänglich machen zu können.
Weitere Aspekte des Vortrags sind die Erfassung der digitalisierten Handschriften im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund (SWB), der Nachweis in Manucripta medievalia, dem Portal MICHAEL und der europäischen Datenbank Manuscriptorium.


Weitere Informationen: Maria Effinger, Margit Krenn und Thomas Wolf: Der Vergangenheit eine Zukunft schaffen: Die Digitalisierung der Bibliotheca Palatina in der Universitätsbibliothek Heidelberg, in: b-i-t-online, 11, 2/2008, S. 157-166

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