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Lehmann, Markus

Architektur und Design eines personalisierten, situierten und integrierenden Online-Netzwerks zur Unterstützung individueller, informeller Lernroutinen


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SWD-Schlagwörter: Informelles Lernen
Beteiligte Einrichtung: Philosophische Fakultät / Pädagogik
Fakultät: Philosophische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Pollak, Guido (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.07.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 28.07.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Informelles Lernen findet überall statt. Es ist nicht institutionalisiert, i.d.R. gering strukturiert
und die Lerninitiative geht einzig vom Lernenden aus. Essenzielle Kernpunkte, ohne die erfolgreiches
informelles Lernen nicht möglich ist, sind die Interaktion und Vernetzung von Lernenden
untereinander. D.h. man lernt informell, wenn man beispielsweise durch eigengesteuerte Informationsrecherche
ein spezifisches, aktuell auftretendes Problem lösen möchte. Dadurch, dass
wir uns im sogenannten Informationszeitalter befinden, in dem eLearning einen fundamentalen
Stellenwert eingenommen hat und in immer mehr Institutionen an Bedeutung gewinnt, hat
sich auch der Begriff ’informelles eLearning’ weiter etabliert. Durch die rasanten Entwicklungen
im Bereich der Informationstechnologie stehen für das informelle eLearning immer mehr
Bausteine und Optionen zur Verfügung. Daher ist das Ziel dieser Arbeit, einen umfassenden Unterstützungsansatz
zu entwickeln, mit welchem, durch die Integration verschiedener Werkzeuge
und Instrumente, das informelle eLearning unterstützt und damit erfolgreicher und zielführender
gestaltet wird. Dies schließt vor allem mit ein, dass auch ein ortsunabhängiges Lernen an der
gleichen Sache gewährleistet werden muss.
Hierzu war es nötig, das zu diesem Zweck entwickelte Konzept eines personalisierten, situierten,
integrierenden Online-Netzwerks (PSION) in einer Pilotstudie an der Universität Passau zu testen.
Die vor Beginn der Untersuchungen festgelegte
Klassifizierung der Studenten bedurfte einer Validierung und eines Belegs.
Zur korrekten Einordnung der Studienergebnisse in den nötigen wissenschaftlichen Rahmen,
werden die theoretischen Grundlagen im Bereich von Lernen und eLearning, hierbei speziell
das informelle Lernen und das informelle eLearning, dargelegt. Dies umfasst Beschreibungen
der einzelnen Aspekte, bekannte Definitionen und schließlich eigene Definitionen und Definitionsversuche.
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden im unmittelbaren Anschluss daran
mit den Intensionen von PSION in Verbindung gebracht. Dieses in Beziehung setzen ist speziell
auf die Eigenschaften und Herausforderungen, welche beim informellen Lernen und informellen
eLearning entstehen, ausgerichtet. Zum Erzielen der angestrebten Unterstützungswirkung erwies
es sich als notwendig, eine dezentral verfügbare eLearning-Umgebung mit zentraler Datenspeicherung
zu entwickeln.
Sowohl der Begriff ’PSION’ und dessen Konzept, wie auch die einzelnen Unterstützungsansätze
werden vorgestellt und bezugnehmend auf die eben genannten Probleme, Charakteristika und
auch Forderungen der Wissenschaft erläutert. Der Schwerpunkt liegt einerseits auf dem integrativen
und kontextunabhängigen Unterstützungsansatz und andererseits auf den für erfolgreiches
informelles Lernen essenziellen Komponenten der Interaktion und Vernetzung der Lernenden
untereinander. Als weitere wichtige Komponenten werden bei der Unterstützung die Informationsverwaltung
und -rezeption betrachtet. Abschließend finden einige Ausführungen zur technischen
Umsetzung des Konzepts der Windowsanwendung sowie des zugehörigen Onlineportals
statt.
Im Hinblick auf das Ziel dieser Arbeit werden die zu beantwortenden Fragestellungen dargelegt
und die Vorgehensweise während der Studie erläutert. Darauf folgt die Auswertung des
Einstiegs- und des Abschlussfragebogens, welche von den Studienteilnehmern im Rahmen des
Studienverlaufs und der Softwarenutzung beantwortet wurden. Dabei werden zum einen der eingangs
angenommene Anwendungsfall verifiziert und zum anderen die Voraussetzungen und Erwartungen,
welche die Teilnehmer mitbringen, festgestellt1. Schließlich wird auf Grund der Anforderungen
und Wünsche der Teilnehmer belegt, dass die integrierten Unterstützugnsansätze
diese erfüllen und schließlich die Zielführung und Nachhaltigkeit des Ansatzes bewiesen. Darauf
folgt eine Auswertung der Softwarenutzung.
Die Ergebnisse der Arbeit stellen die aus den beiden Fragebögen gewonnenen Daten, wie auch
die der Softwarenutzung zueinander in Relation und bewerten daraufhin die einzelnen Unterstützungsansätze.
Als Resultat lässt sich festhalten, dass die Integration verschiedener Unterstützungsansätze
in einer umfassenden Softwareumgebung, v.a. durch die Eigenschaft der ortsunabhängigen
Verwendung, im Hinblick auf die Probleme und Charakteristika von informellem
(e)Learning und die Forderungen der Wissenschaft, zielführend und erfolgreich ist. Als weiterführende
Ergebnisse sind festzuhalten, dass die initiale Annahme des Anwendungsfalles korrekt
war, der Datenschutz bei den Teilnehmern als sehr wichtig bewertet wird und die Möglichkeiten
der Kooperation und Kommunikation in der Softwarelösung weiter ausbaufähig sind. Weiterhin
ergibt sich aus einer Projektion der Ergebnisse zur Medienkompetenz auf die von Pannarale und
Kammerl an der gleichen Universität, dass sich auf Grund der vorhandenen Kompetenzen eine
allgemeine Einführung des Konzepts ’PSION’ an der Universität Passau ebenfalls als zielführend
erweisen würde.
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URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:739-opus-20407
URL dieser Seite: http://www.opus-bayern.de/uni-passau/volltexte/2010/2040/


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