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Castillo Díaz, Estrella

Der Genus/Sexus-Konflikt und das generische Maskulinum in der deutschen Gegenwartssprache


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SWD-Schlagwörter: Feminismus / Linguistik , Genus , Geschlechterforschung , Frau / Diskriminierung , Geschlechtsunterschied / Sprache , Generische Aussage , Gegenwartss
Beteiligte Einrichtung: Philosophische Fakultät / Allgemeine und Indogermanische Linguistik
Fakultät: Philosophische Fakultät
DDC-Sachgruppe: Sprachwissenschaft, Linguistik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Eroms, Hans Werner (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.07.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 26.03.2004
Kurzfassung auf Deutsch: Die sprachlichen Entwicklungen, die durch die feministische Sprachkritik in Gang gesetzt wurden, haben zu verschiedenen sprachlichen Erscheinungen zu Gunsten der Frauen geführt. Der sogenannte Sprachwandel ist noch nicht abgeschlossen, gilt aber nicht mehr als Modeerscheinung.

Es lassen sich klare und nicht mehr wegzudenkende Tendenzen und Veränderungen feststellen. Zu beobachten ist, daß die heutigen Veränderungen der Sprachnormen die Regeln der zukünftigen Sprache werden können. Sprachveränderungen allein bewirken in der Tat keine gesellschaftlichen Veränderungen. Sie können aber in hohem Maße dazu beitragen Sexismus aus der Sprache zu verbannen. Sie können ferner beitragen, gesellschaftliche Gleichstellung herzustellen. Der Beitrag zur Veränderung des Wortschatzes im Deutschen, sowie des Systems der grammatischen Regel ist deutlich.

In der Alltagssprache wird beobachtet, daß generell die Personenbezeichnungen, wegen des Einflusses der Feminisierung von Berufs- und Funktionsbezeichnungen, eine Feminisierung in der Kongruenz erfahren. Es ist anzunehmen, daß die Kongruenz auch weiter zunehmen wird, da Frauen bei einer Selbstbezeichnung den femininen Formen den Vorzug geben. Es sollte aber nicht gedacht werden, daß alle Frauen für die feministische Sprachkritik sind. Die Mehrheit der Frauen praktiziert eher eine partielle sprachliche Sprachkritik. Die sprachlichen Veränderungen werden so als Teil einer globalen gesellschaftlichen Gleichstellung von Frauen und Männern betrachtet.

Mit den Textbeispielen wird gezeigt, daß in bestimmten Bereichen durchaus eine Sensibilisierung für die Problematik existiert. Geschlechtergerechte Sprache ist nicht mehr ausschließlich Sache von feministischen Gruppen.
Die Wirkungen der feministischen Sprachkritik sind bisher nicht ausreichend untersucht worden. Vor allem die unterschiedlichen Faktoren, die eine Rolle dabei spielen, sind sehr komplex und bedürfen weiterer Forschung. Fest steht aber auch, daß einiges erreicht worden ist: Die Sichtbarmachung der Frauen in bestimmten Bereichen der deutschen Sprache, sowie die Fokussierung der Diskussion um die Gleichstellung von Frauen und Männer soweit gebracht zu haben, daß Einiges seitens der Regierung und anderen offiziellen Stellen unternommen wurde und wird.

In Bezug auf die Feministische Sprachkritik kann folgendes gesagt werden:

a) Die Feministische Sprachkritik ist von Anfang an mit politischen und somit mit gesetzgeberischen Aktivitäten verbunden.

b) Sie ist nicht nur ein Programm, sondern ein vollzogener Wandel und gleichzeitig ein Wandel im Vollzug.

c) Die praktische Textgestaltung bereitet unterschiedliche Schwierigkeiten.
Kurzfassung auf Sonst.: El desarrollo de la lengua Alemana iniciado por la Lingüística feminista a principios de los años 1980, ha producido una serie de cambios a favor de un lenguaje que incluye a las mujeres en él en vez de excluirlas.
Pueden apreciarse por ello cambios substanciales y tendencias vigentes en la lengua alemana. Estos cambios y tendencias pueden contribuir de forma crucial a la desaparición parcial del sexismo en el lenguaje. Perceptibles son estos cambios y tendencias en áreas como el vocabulario o el sistema de las reglas gramaticales.
Es posible observar, que en general las denominaciones de persona, a causa de la llamada Feminización de denominaciones como las de función, ejercen influencia en la congruencia. Es de suponer que esta congruencia crecerá en el futuro. Todos estos y otros fenómenos de la lengua moderna alemana son el resultado de la posición global de las mujeres y los hombres en la sociedad actual.
Con ejemplos de texto se ha querido mostrar en este trabajo, que se registra una sensibilización del lenguaje en determinadas áreas. Este tipo de lenguaje no es un fenómeno restringido a grupos feministas. Más bien se trata de un fenómeno que cada vez alcanza a más personas.
A pesar de ello, la influencia de la crítica feminista no ha sido hasta ahora estudiada a fondo. La presencia de las mujeres en determinadas áreas de la lengua alemana, así como una concentración en la discusión sobre la igualdad de mujeres y hombres ha llevado a la modificación no sólo de leyes.
Por último, queda nombrar tres aspectos de la crítica lingüística feminista:
a)La crítica lingüística feminista está ligada, desde sus comienzos, con actividades políticas y legales.
b)No se trata solamente de un programma, sino de un cambio completado, pero al mismo tiempo aún en movimento.
c)El diseño textual presenta diversos problemas en la práctica.


Hinweis zum Urheberrecht

URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:739-opus-354
URL dieser Seite: http://www.opus-bayern.de/uni-passau/volltexte/2004/35/


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